Uganda-Begegnungsreise 2022 gestartet

Abfahrt ab Bahnhof Kall

Am Dienstag, 21.06.2022, war es endlich soweit: Nach Antragstellung bei ENSA im Septermber 2021, Fördermittelzusage des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Dezember, mehrtägigen ENSA-Konferenzen im Februar und Juni 2022 und Auslandsdienstreisegenehmigungen des Schulministeriums im Juni 2022 startete die Reisegruppe der verstärkten Uganda-AG begleitet von vier Lehrkräften des Sturmius-Gynasiums Schleiden, Michaela Schnettker, Andrea Strätz, Henning Hülsmann und Andrea Jöbkes ab Bahnhof Kall auf die fast dreiwöchige Begegnungsreise zur Partnerschule in Kalungu Uganda.

Inhaltlich steht die Reise unter dem Thema “Gemeinsam für unsere Eine Welt nachhaltig entwickeln!”. Der Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit den Schwerpunktthemen Plastic Pollution und Climate Change und gemeinsamen Aktionen zu diesen Themen.

Noch am Vortag herrschte kurz Aufregung, hatte unser Schulleiter Georg Jöbkes, der die Schulpartnerschaft im Schuljahr 2012/2013 mit seinem Projektkurs Geographie aus der Taufe gehoben hatte, doch am Nachmittag einen positiven Corona-Test erhalten. Gemeinsam mit der Leiterin der Uganda AG hatte er die Reise vorbereitet und sollte eigentlich mitreisen. Immerhin kannte er die Partnerschule schon von seiner Erkundungsreise im Jahr 2018.

Aber recht schnell legte sich die Aufregung und die letzten Vorbereitungen konnten getroffen werden. Die Schüler:innen und Lehrkräfte konnten ihre Checkliste “Reisepapiere” abarbeiten, die nicht unbeträchtlich lang war, konnten ihre Koffer kontrollieren und dann reichlich gespannt versuchen, eine Mütze Schlaf zu erhaschen.

Und dann lief alles fast wie von selbst. Mit der Bahn über Köln nach Frankfurt, mit dem Flugzeug und Umsteigen in Doha nach Entebbe, und dann ab, mit dem Bus in die Stadt Masaka und von dort in das ländliche Kalungu.

Äquator-Überquerung

Auf dem Weg musste aber natürlich unbedingt eine Pause eingelegt werden, als die Überquerung des Äquators anstand. Jetzt sind die 14 Reisenden aus Schleiden und Umgebung also – wenn auch ganz knapp – so doch auf der Südhalbkugel unterwegs. Die Sonne steht um die Mittagszeit im Norden.

Völlig erschöpft freuten sich die Schüler:innen über die warmherzige Begrüßung an der Partnerschule und durch die Schulleiterin des benachbarten Mädcheninternats, dass sein Guesthouse zur Verfügung stellt, um eine angemessen Unterkunft zu bieten.

Noch kurz Duschen, ein kühles Getränk aus dem eigens angeschafften Kühlschrank und dann kam der Tiefschlaf.

glücklich

Am ersten Tag stand dann die großartige Begrüßungsfeier mit Tanz- und Musikdarbietungen, Reden, einer Schulführung, dem Besuch bei Ortspfarrer und einem gemeinsamen Mittagessen für alle im Haus des Schulleiters Innocent Walyaula an.

im neuen MINT-Gebäude

Am Nachmittag gab es ein Treffen mit Gabriele Rolfs, die in ihrer Zeit bei Probono One World e.V. in Frankfurt die Gründung der Schulpartnerschaft begleitet hatte und zufällig wegen anderer Projekte in der Diözese Masaka unterwegs war. Sie kam zusammen mit Denis Kalyango, dem Schulinspektor der Diözese, der selbst schon im Jahr 2014 in Schleiden gewesen war, um sich einmal anzuschauen, wie denn die Partnerschule in Deutschland aussieht und seit dieser Zeit engen Kontakt hält.

Die Schüler:innen aus Schleiden waren beeindruckt und begeistert von der Herzlichkeit der Aufnahme an der Partnerschule und haben schon den ersten inhaltlichen Austausch mit den Schulpartner:innen zum Umgang mit Plastikmüll gestartet. Alternativen sollen erarbeitet und kreative Lösungen für die unterschiedlichen Lebenswelten sollen ausgetüfftelt werden. Es wird spannende Gespräche geben.

Besonders beeindruckt hat die Schüler:innen aus Schleiden das reichhaltige Angebot an tropischem Obst, das wir zwar auch in unseren Supermärkten finden, aber frisch in Afrika einen ganz anderen Geschmack entfaltet.

Gefreut haben sie auch, dass Innocent Walyaule extra ein WLAN-Netz hat einrichten lassen, damit unsere Schüler:innen auch die Möglichkeit haben, nach Hause zu berichten und Freundinnen und Freunde an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Aber auch für die inhaltliche Arbeit wird das WLAN-Netz benötigt, wenn es darum geht, Fakten zu recherchieren und Präsentationen zu erarbeiten.

Das Stand auf dem Programm:

25.06.2022 – Mit den Partnerschülern zu Besuch auf den Gehöften der Familien

Weitere Updatees folgen in unregelmäßigen Abständen.