Friedenskonzert zur Aulaeinweihung begeistert Schulgemeinschaft

Die Bläserklasse (hier nur ein Ausschnitt der gesamten Gruppe) bot dar, was sie gelernt hatte. (Foto: Hülshorst)

Am Freitag, dem 08.05.2026 fand im Rahmen eines Friedenskonzertes die schulinterne Einweihung der neuen Aula des Johannes-Sturmius-Gymnasiums Schleiden statt. Die Veranstaltung, die auf den Tag genau 81 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur terminiert worden war, berührte das gesamte Programm hindurch die Werte der friedlichen Gemeinschaft Europas, die in Zeiten der gegenwärtigen weltpolitischen Lage aktueller denn je erscheinen. Eingeleitet wurden die musikalischen Beiträge durch ausgewählte und selbst verfasste Texte, die Schülerinnen und Schüler unter der Regie ihres Religionslehrers Carsten Schlott vortrugen.

Den Auftakt machte die Bläserklasse des Jahrganges 6, die nach dem Grußwort von Schulleiter Georg Jöbkes unter anderem die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven spielte, die seit 1985 die offizielle Hymne der Europäischen Union ist.

Frau Chatty und Herr Wilberg entführten das Publikum mit ihren Duett am Flügel in die Welt der klassischen Musik. (Foto: Hülshorst)

Im weiteren Verlauf hörten die Schülerinnen und Schüler des JSG in der vollbesetzten Aula das Klavierduett „Schafe können sicher weiden“ aus der Jagdkantate von Johann Sebastian Bach, gespielt von Mira Chatty und Axel Wilberg aus der Fachschaft Musik.

Die von Stephan Heer geleitete Schulband griff in ihrem abschließenden Set das Thema Hoffnung mit dem Evergreen „Don´t stop believing“ der US-amerikanischen Rocker Journey auf.

Das insgesamt 90-minütige Programm bot allerdings noch weitaus mehr als jene, Zuversicht vermittelnden, musikalischen Beiträge:

„Ist das Handy ausnahmsweise erlaubt?“ sagten die fragenden Blicke des Publikums, als die Schulband „Don’t Stop Believin'“ schmetterte und die Sängerinnen ihre Taschenlampen schwenkten. (Foto: Hülshorst)

Bereits die von Mira Chatty und Stephan Heer geleitete Bläserklasse zeigte in gekonnter Manier, was nach einem Dreivierteljahr am neu erlernten Holz- oder Blechblasinstrument schon alles möglich ist.

Einen außergewöhnlichen Ohrenschmaus bot das von Mira Chatty geleitete Vokalensemble, welches die Songs „Halleluja“ und „Skyfall“ in perfektionierter Mehrstimmigkeit intonierte und das begeisterte Publikum, bestehend aus Schülerinnen und Schülern aller Jahrgänge, sowie ihrer Lehrerinnen und Lehrer in seinen Bann zog.

Die Schulband „Much too loud and much too fast“ unter der Leitung von Stephan Heer. (Foto: Hülshorst)

Getragen von dieser ausgelassenen Begeisterung führte die durch die Technik-AG und ihren Leiter, Stefan Marenbach, sehr gut abgemischte Schulband „Much too loud and much too fast“ durch mehrere Jahrzehnte Rockgeschichte. Spätestens bei den Grunge-Rockklängen zu Nirvanas „Smells like Teen Spirit“ war die Stimmung in der neuen Aula dann kurz vor dem Siedepunkt.

Das Friedenskonzert war somit nicht nur eine besinnliche, sondern auch die Schulgemeinschaft stützende Veranstaltung an einem Ort, auf den alle Anwesenden sehr lange Zeit sehnsüchtig gewartet hatten.

Text: Stephan Heer